Ein Projekt zur Unterstützung der Bergbevölkerung in Ladakh
Über uns

 


 

Käthi Roth

Projektleitung

 

Käthi Roth reist seit 18 Jahren regelmässig nach Ladakh. 

Als gelernte Pflegefachfrau engagiert sie sich dort im medizinischen Bereich.

Eine Gesundheitsversorgung nach westlichen Vorstellungen gibt es in den abgelegenen Tälern nicht.

 

In der Transsingela Area leben die Menschen auf 4000 – 5000 M.ü.M in grosser Armut und unter harten klimatischen Bedingungen.

 

Die ersten Jahre hat Käthi Roth dazu genutzt, Kontakt zu den Menschen und der Region aufzunehmen und sie zu verstehen.

 

Durch ihr Interesse an der tibetischen Medizin und der buddhistischen Philosophie wurde sie schnell akzeptiert.  

 

Heute ist Ladakh Käthi's „zweite Heimat“. Das stille, karge Land zieht sie immer wieder an. Es sind viele Freundschaften entstanden.

Die Herzlichkeit der Ladakhis, die fast nichts besitzen und im Einklang mit der Natur leben, beeindrucken sie immer wieder. Aus gesundheitlichen Gründen wird Käthi nicht mehr über die hohen Pässe steigen und in Choklamsar wohnen.   

 

Ein grosses Danke allen in der Schweiz und anderswo, die immer wieder unterstützen und Käthi Roth diese Arbeit ermöglichen.

 
 


Lama Tsewang Jorgias

Lama Tsewang aus dem Dorf Gongma ist in sehr armen Verhältnissen aufgewachsen. Er hatte z.B. keine Schuhe bei minus 30 Grad, oft nicht genug zu essen. Als Knabe ging er ins Kloster Lingshed, wo er über 20 Jahre blieb.

Viele Aufenthalte in Dharamsala bei H.H. Dalai Lama.

Er organisiert mit, wenn H.H. Dalai Lama nach Leh in seine Residenz kommt und von dort aus Besuche macht.

Lama Tsewang wohnt im Lingshed Labrang in Leh, dem Gebäude, das zum Kloster gehört. Er ist verantwortlich für das Kloster Lingshed.

Oft beherbergt er Menschen aus den Bergen, die keine Unterkunft haben, kocht ihnen Mahlzeiten, vermittelt Nepalesen Arbeit.

Als Lama ist er oft in Klöstern unterwegs, wird zu Sterbenden und Kranken in Privathäuser oder ins Spital gerufen.

Seit 1996 kenne ich Lama Tsewang und schätze ihn als Freund und Projektmitarbeiter.






 

 

Sonam Dorje councilor

Sonam Dorje ist im Dorf Yulchung in grosser Armut aufgewachsen und konnte dank einem Sponsor die Schule in Leh besuchen. Das Dorf gehört zu der Gegend der Trans Singela Area (TSA). Er hat schon als junger Mann erkannt, dass Schulbildung und Gesundheit etwas vom Wichtigsten sind. So hat Sonam sich mit Selbststudium selber viel beigebracht, sich immer Gedanken gemacht, wie man von der grossen Armut wegkommt. Heute ist Sonam Counceller. Durch seine bescheidene und freundliche Art wird er überall sehr geschätzt. Er spricht die Sprache der Talbewohner, die keine Schulbildung haben und mit Politikern in Dehli. Sonam benützt z.B. kein Auto mit Fahrer, das er als Politiker zu gute hätte und er besucht die Dörfer der TSA zu Fuss, in stundenlangen Märschen über die hohen Pässe. Heute haben 30 Menschen aus der TSA Arbeit im Tal. Dass die Schule in Lingshed jetzt von der Regierung anerkannt ist, ist auch Sonam‘s Verdienst. Er ist heute Koordinator bei ladakhpartners und friends of lingshed. Ich kenne Sonam seit 1996. In all den Jahren bis heute schätze ich den Austausch mit ihm, habe viel über die Kultur gelernt.

Bitte beachtet Sonam's Briefe und seine Biografie in Englisch

 

Tondup Namgyal

Tondup Namgyal ist seit 15 Jahren mein treuer Führer und Begleiter. 12 Jahre hat er mich sicher über hohe Pässe begleitet. Oft waren wir mehrere Wochen mit Pferden und Eseln unterwegs, um die Dörfer der Amchis / Naturärzte zu besuchen und die Gegend kennen zu lernen.

Heute gibt es mehr und mehr Strassen in der Gegend der TSA. Lingshed kann man nun in 2 Tagen erreichen; früher waren es 4 bis 5 Tagesmärsche.

Was auch geschah: Weggeschwemmte Brücken, Pferde, die am Morgen stundenlang nicht auffindbar waren, Wassermangel in den Dörfern, Höhenprobleme oder sonstige Überforderung von mir – Tondup fand eine Lösung, blieb immer ruhig und reagierte besonnen. In prekären Situationen wurde der Rat vom Head Lama (Abt des Klosters), von Astrologen und sogar einmal eines Orakels eingeholt und ich musste mich strikt an diese Anweisungen halten. (Der „richtige“ Tag der Weiterreise, „Anordnungen“, was ich essen durfte und was nicht, usw.)

Tondup konnte nie eine Schule besuchen, sprach kein Wort englisch und hatte z.B. noch nie für westliche Menschen gekocht. Er kannte lokale Gerichte aus Gerste und Salztee.

Geschirr abwaschen fand er komisch. Ladakhis in den Dörfern haben ihre Tasse bei sich. Wenn sie fertig gegessen und getrunken haben, „schlecken“ sie das Essgeschirr mit der Zunge aus.

Tondup lernte schnell und organisierte während Jahren meine Aufenthalte. 

Viele Wochen verbrachte ich bei seiner Familie in Lingshed, auch einen kalten Winter lang (minus 30 Grad).

Ich wurde von den Menschen, die selber kaum zu essen haben, immer herzlich aufgenommen.

 

 


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8.1.18 20:50 kr/hrfß